Ein Fehler, den wir in Lübeck immer wieder sehen: Tragwerksplaner übernehmen alte Bohrprofile aus der Nachbarschaft und setzen eine homogene Sandschicht voraus. Das geht oft schief. Zwischen St. Gertrud und Travemünde wechselt der Untergrund auf wenigen Metern von Geschiebemergel zu holozänen Beckentonen. Wer hier ohne aktuelle SPT-Bohrung plant, riskiert Setzungsdifferenzen, die später teuer werden. Der Standard Penetration Test liefert die Schlagzahlen N₃₀, mit denen sich Lagerungsdichte und Konsistenz direkt am Bohrkern bewerten lassen. Wir führen die Sondierung mit einem automatischen Fallgewicht nach DIN EN ISO 22476-3 durch, ergänzt um Probennahme fürs Labor, und liefern ein belastbares Baugrundgutachten. Für tiefere Aufschlüsse kombinieren wir die SPT mit dem CPT-Versuch, um durchgehende Druckspitzendaten zu erhalten.
Die SPT-Schlagzahl N₃₀ ist in Lübecks wechselhaftem Pleistozän oft der einzige direkte Indikator für die Tragfähigkeit unterhalb der Auffüllungen.
Arbeitsumfang in Lubeck
- Automatisches Fallgewicht für reproduzierbare Schlagzahlen
- Rammkernrohr nach DIN EN ISO 22476-3
- Dokumentation von N₃₀ je Tiefenstufe
- Probenmaterial für Labortests
- Kombination mit CPT oder Rammsondierung möglich

Typische technische Herausforderungen in Lubeck
Lübeck hat eine lange Baugeschichte auf schwierigem Grund: Die Altstadtinsel ist eine Warft, umgeben von ehemaligen Wasserflächen, die über Jahrhunderte mit Bauschutt und Hafenschlick verfüllt wurden. Diese anthropogenen Auffüllungen sind geotechnisch unberechenbar. Ohne SPT-Bohrung bleibt die Lagerungsdichte dieser Schichten unbekannt. Wird darauf ein Mehrfamilienhaus gesetzt, kann die ungleichmäßige Setzung Risse in tragenden Wänden verursachen – ein Sanierungsfall, der sich mit einer gezielten Baugrunderkundung vermeiden lässt. Auch die holozänen Kleischichten in Travemünde zeigen oft Konsistenzen von Ic < 0,75, was eine Pfahlgründung erzwingt. Hier entscheidet die N₃₀-Zahl über den Pfahltyp. Wer die SPT auslässt, übernimmt ein Haftungsrisiko, das kein Statiker tragen will.
Unsere Leistungen
Unser SPT-Angebot deckt die Baugrunderkundung in Lübeck vollständig ab – von der Kleinbohrung bis zur Großbaustelle:
SPT-Bohrung mit Rammkernrohr
Klassische Sondierung nach DIN EN ISO 22476-3 mit kontinuierlicher Aufzeichnung der N₃₀-Werte und Bodenansprache vor Ort.
Kombinierte Drucksondierung (CPT/SPT)
In heterogenen Böden koppeln wir SPT-Bohrungen mit dem CPT-Versuch, um ein lückenloses Spitzendruckprofil zu erhalten.
Baugrundgutachten mit Gründungsempfehlung
Auswertung der Schlagzahlen, Labordaten und Festlegung der zulässigen Bodenpressung für Flach- oder Pfahlgründungen.
Probennahme für bodenmechanische Versuche
Gewinnung gestörter und ungestörter Proben für Korngrößenanalyse, Atterberg-Grenzen und Triaxialversuche im eigenen Labor.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine SPT-Bohrung in Lübeck pro laufendem Meter?
Die Kosten für eine SPT-Bohrung in Lübeck liegen, abhängig von Bohrtiefe und Zugänglichkeit, zwischen €530 und €620 pro Aufschluss bei üblichen Tiefen bis 10 m. Enthalten sind die Sondierung, die Bodenansprache und ein Kurzbericht mit den N₃₀-Werten.
Welche Bohrtiefe ist für ein Einfamilienhaus in Lübeck erforderlich?
In Lübeck reichen wir SPT-Bohrungen üblicherweise bis 6 m unter Gründungssohle – in der Altstadt und Hafenumgebung oft bis 8 m, weil hier mit Auffüllungen und organischen Schichten zu rechnen ist. Die genaue Tiefe legt der Geotechniker nach erster Sondierung fest.
Wie schnell liegen die Ergebnisse der SPT-Sondierung vor?
Die Schlagzahlen und die Bodenansprache dokumentieren wir direkt auf der Baustelle. Das vollständige Baugrundgutachten mit Gründungsempfehlung versenden wir innerhalb von 5 Werktagen nach Abschluss der Feldarbeit und Labortests.